Startseite > Umweltbelastungen > Globale Themen > Toxische Kriegsrückstände

Toxische Kriegsrückstände

Deutschlands Küstengewässer sind mit Bomben verseucht
Etwa 1,6 Millionen Tonnen Munition und chemische Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg liegen immer noch auf dem Grund von Nord- und Ostsee. Ganze Schiffsladungen mit Munition aus Beständen der Wehrmacht haben deutsche Seeleute auf Befehl der Alliierten nach der Kapitulation Deutschlands ins Meer gekippt. Das riesige Arsenal versenkter Bomben, Granaten, Minen und Torpedos erweist sich nun als tickende Zeitbombe.
von Barbara Jud - Infosperber - 10.06.2019

Dokumentarfilm: Bomben im Meer

ARD - Mai 2019

Umweltfolgen durch Militäreinsätze
Auszug aus einer IPPNW-Studie
von Doug Weir und Elizabeth Minor - Feb. 2019

Workshop »Exploring a Legal Framework for Toxic Remnants of War«, 22. Juni 2012, Berlin
Was sind toxische Kriegsrückstände?
Zu den toxischen Kriegsrückständen gehört fraglos das genotoxisch wirkende abgereicherte Uran (depleted uranium – DU), das beim Einsatz von Uranmunition Mensch und Umwelt gefährdet. Als Beispiel für weitere Substanzen mit potenzieller TRW-Qualität könnte man beispielsweise Thorium, weißen Phosphor und Dioxine nennen. Damit eine solche Substanz tatsächlich unter den TRW-Ansatz fällt, muss eine bestimmte Dosis gekoppelt mit Ausgesetztheit (exposure) vorliegen. [...]
Überhaupt ist das Internationale Umweltrecht, einschließlich vorhanden »soft laws«, von großer Relevanz für das TRW-Problem. Hierzu zählen etwa die in der Stockholmer UN-Deklaration von 1972 enthaltenen Prinzipien: Nummer 6 untersagt die Verbreitung toxischer Substanzen, die Ökosysteme ernsthaft oder irreversible schädigen ...
Quelle: Manfred Mohr und Alexander Stöcker - W&F Nr. 3-2012

Militärische Sicherheit zerstört ökologische Sicherheit
Eine ökologische Bilanz des Golfkriegs (1991)
von Olaf Achilles - W&F - Nr. 1-1991

siehe auch: Luftschadstoffe --> Uranmunition

Seitenanfang